Unternehmen
Die Geschichte von RINN XI.

Hier finden Sie einen geschichtlichen Abriss zur Entstehung des Unternehmens RINN XI.

Im Jahre 1899 begannen die Herren Wilhelm Rinn III. und Karl Volkmann I. den Betrieb eines Zimmereigeschäftes mit Sägewerk. In den Hagwiesen sägte und beilte man zunächst von Hand die Baumstämme zu Kantholz und Balken. Bereits nach kurzer Zeit wurde eine Dampfmaschine und Bauholzkreissäge angeschafft. Zur Ausführung kamen die Zimmerarbeiten in Heuchelheim und der näheren Umgebung.

Während des ersten Weltkrieges kam der Betrieb zum Erliegen, wurde dann nach Kriegsende aber von Wilhelm Rinn III. weitergeführt. Der Zimmerplatz befand sich nun in der Friedrichstraße.

Nachdem Wilhelm Rinn III. 1928 verstorben war, übernahm dessen Sohn Wilhelm Rinn XI. den Handwerksbetrieb und siedelte 1935 in die Feldstraße um. Im Zuge dieser Umsiedlung installierte man ein neues Sägegatter und neue Holzbearbeitungsmaschinen. Ab hier vergrößerte sich die Belegschaft auf 4 bis 5 Gesellen.

Auch im zweiten Weltkrieg kam der Betrieb fast vollständig zum Erliegen. Die Betriebseinrichtung blieb jedoch erhalten und kam nach Kriegsende sofort zum Einsatz, als zahlreiche Reparaturen durch Bombenschäden erforderlich waren. Durch Heimkehrer und Kriegsvertriebene vergrößert sich die Belegschaft schnell auf 10 bis 15 Mitarbeiter.

Die drei Söhne von Wilhelm Rinn XI. – Karl, Heinrich und Ernst – traten 1945 als Teilhaber in den Familienbetrieb ein. Ernst Rinn schied jedoch 1955 nach Weiterbildung zum Architekten aus.


        Jürgen und Christopher Rinn mit einem Gemälde der Zimmerei aus dem Jahre 1949

1949 feierte man das 50jährige Bestehen der Zimmerei. Zu diesem Zeitpunkt waren noch Mitarbeiter aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg zugegen. Die Belegschaft bestand mittlerweile aus ca. 20 Mitarbeitern.

Es folgte nun eine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung. Neben den traditionellen Zimmerarbeiten und Holzfertigbauten wurde besonders der ingenieurmäßige Holzbau betrieben. Im gesamten mittleren Bundesgebiet zwischen Mannheim und Göttingen und in Westberlin beteiligte sich das Unternehmen an der Ausführung vieler interessanter Bauaufgaben wie Fußballstadien und Autobahnbrücken.

Nachdem 1960 Wilhelm Rinn XI. wegen Berufsunfähigkeit ausschied, übernahmen Karl und Heinrich Rinn die Betriebsleitung.

1969 verstarb Wilhelm Rinn XI.

Die 1970 erneuerte Sägewerkseinrichtung sowie die 1200 qm große Abbundhalle und das betriebsinterne Konstruktionsbüro gestatteten die rationelle Durchführung aller anfallenden Holzbauarbeiten.

1979 verstarb Karl Rinn, Heinrich Wilhelm Rinn übernahm die alleinige Betriebsleitung.

Die anfängliche große Nachfrage nach Zimmerei- und Holzbauten ebbte in den 60ern und 70ern wegen der Bevorzugung von Beton- und Mauerwerksbau ab. Da sich der Betrieb nicht spezialisierte, sondern von der kleinsten Hütte bis zur Großbaustelle wie z. B. Autobahnbrückenbau alles ausführte, blieb er konjunkturunabhängig.

Im Jahre 1992 übergab Heinrich Rinn die Firmenleitung an seine Söhne Jürgen und Christopher Rinn. Das Unternehmen wird nun in der vierten Generation im Familienbetrieb geführt.

Die Modernisierung des Betriebes sowie dessen Anpassung an die Anforderungen der Technik ermöglichten dem Betrieb weiteres Wachstum und Festigung auf dem Markt. So wurde 1991 und 1999 eine CNC-gesteuerte Abbundanlage eingebaut. Die Einrichtung mehrerer CAD-Arbeitsplätze folgte.

Das stetige Wachstum des Betriebes konnte auch der Brand des Lagers im Jahre 1996 nicht aufhalten. Rund 2 Millionen D-Mark Schaden entstanden damals.

1996–1997 erfolgte der Bau des einzigartigen DrehHauses als ganzheitliches, ökologisches und energieoptimiertes Konzept eines Wohnhauses.

1999 feierte der Betrieb sein 100jähriges Bestehen. Zu diesem Zeitpunk hatte die Belegschaft 33 Mitarbeiter und der Betrieb konnte jährlich 3 Lehrlinge ausbilden.

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